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Zur Krippe her kommet? Die Situation der Kinderbetreuung in Heidelberg

Veröffentlicht am 17.06.2012 in Kommunalpolitik

Viele Nachfragen im Literaturcafé: Anke Schuster während ihres Vortrags

In seiner Sitzung am 8. Mai 2012 hat der Jugendhilfeausschuss den Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion angenommen, das Platzangebot für unter Dreijährige (U3) im Stadtteil Weststadt gezielt zu erhöhen. Denn aktuell ist in Heidelberg, das derzeit dank der weitschauenden Politik von Altoberbürgermeisterin Beate Weber einen Spitzenplatz in Sachen Kinderbetreuung in Baden-Württemberg und den alten Bundesländern einnimmt, zwar fast 40% des vermuteten Bedarfs an U3-Krippenplätzen gedeckt. Die Weststadt jedoch ist mit nur 22% "deutlich unterversorgt" - so Prof. Dr. Anke Schuster, die Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, in ihrem sehr informativen Vortrag vor knapp 20 Besucherinnen und Besuchern unserer Mitgliederversammlung am 14. Juni 2012 im "Literaturcafé".

In Heidelberg gab es 2011/12 1.247 U3-Krippenplätze, 2012/13 sollen es 1.470 Plätze werden. Für die Weststadt - hier leben derzeit etwas mehr als 400 Kinder im Alter bis zu drei Jahren - geht die Stadtverwaltung, auf deren Zahlenmaterial Schusters Forderungen fußten, von einem "weiterhin wachsenden Bedarf" aus. So erklärt sich der Vorstoß der SPD, dass durch eine gezielte Erhöhung der Plätze in der Weststadt hier spätestens 2014 ein Versorgungsgrad von 44% erreicht wird. Aus SPD-Sicht weiterhin wichtig: die tarifliche Bezahlung der Erzieherinnen, die Qualitätskontrolle gerade der zahlreichen freien Anbieter und eine Balance der sozialen Herkunft der Kinder in den einzelnen Einrichtungen.

 

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